Gut leben mit chronischen Krankheiten

Leiden wie Diabetes oder Rheuma gehen nicht vorüber wie ein Schnupfen. Was kann man tun, um den Alltag mit chronischen Krankheiten besser zu meistern?

 

Die Hälfte der über 65 Jährigen gibt an, mindestens eine chronische Krankheit zu haben. Das Erste, um die Krankheit in Griff zu kriegen, ist immer die Behandlung durch medizinische Experten. Darüber hinaus aber können eine Reihe weitere Bewältigungsstrategien helfen, das Leben mit der Krankheit besser zu meistern.

 

Sich gut informieren

Ob Medikamente, Spezial-Kliniken oder Risikofaktoren: Wer gut über seine Krankheit Bescheid weiß, fühlt sich ihr nicht so hilflos ausgeliefert. Doch Vorsicht: Es kann auch ängstigen, über alle möglichen Krankheitsverläufe und Komplikationen zu lesen. Sprechen Sie darüber mit den Arzt Ihres Vertrauens, der die Infos mit Ihnen bespricht und seriös einordnet.

 

Entspannung suchen

Versuchen Sie, den Stresspegel so niedrig wie möglich zu halten. Ob Qigong, Yoga oder Meditation: Probieren Sie für sich aus, welchen Übungen Ihnen guttun. Sie werden schnell merken: Je konsequenter und regelmäßiger Sie auf Entspannung setzen, umso besser wirkt sie.

 

Strategien in der Krise

Ob Schmerzattacke oder ein taubes Gefühl in den Fingern: Es kann sein, dass sich in dieser Form ein Krankheitsschub ankündigt. Setzen Sie sich im Vorfeld damit auseinander. Was oder wer hilft  dann?

Überlegen Sie sich eine Strategie, die Sie in solchen kritischen Situationen bereithaben.

 

Den Alltag regeln

Was, wenn Sie einmal in die Klinik müssen oder sich nicht um Ihren Alltag kümmern können? Sorgen Sie für diesen Notfall vor. Regeln Sie, wer den Hund spazieren führt, die Pflanzen gießt oder Ihnen die Wäsche macht.

 

An sich glauben

Sie haben in Ihrem Leben schon manche Krise erfolgreich gemeistert. Überlegen Sie: Wie habe ich das damals geschafft?? Übertragen Sie das erfolgreiche Vorgehen von damals auf die Situation von heute. Vielleicht zeigt sich so ein Weg.

 

 

Belastendes wegschieben

Sich mit seinen Kummer und seinen Krisen auseinanderzusetzen ist gut. Ständig darüber nachzudenken kostet aber Energie. Versuchen Sie, belastende Gedanken zeitweise zur Seite zu schieben.

 

Probleme benennen

Nahestehende Menschen sollten z.B. wissen, dass Sie zwischenzeitlich bleierne Müdigkeit überfallen kann oder eine depressive Phase aus der Bahn wirft. So kann ihre Umwelt besser Rücksicht nehmen.

 

Druck herausnehmen

Würdigen Sie, dass Sie Krank sind. Bauen Sie für sich selbst ein tiefes Verständnis auf. Machen Sie sich bewusst: Sie müssen nicht wie früher funktionieren. So können Sie besser Schritt für Schritt die Dinge ins Auge fassen, die Sie für sich erreichen möchten.

 

Nicht zu viel grübeln

Quälen stets die gleichen Gedankenschleifen? Sagen Sie sich: Es ziehen nur Fantasien durch den Kopf, keine Tatsachen. Fragen Sie sich: Hat mich das Grübeln jetzt weitergebracht? Habe ich dadurch ein Problem gelöst? Schreiben Sie sich kritische Fragen auf einen Zettel. Schauen Sie ihn öfter an.

 

Besondere Augenblicke genießen

Bestaunen Sie die Schönheit der Natur. Lassen Sie sich vom Lachen ihrer Freunde anstecken. Und rufen Sie sich beglückte Momente in Erinnerung, wenn es Ihnen schlecht geht.

 

Quelle: Pflegepartner 01/2019

 

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